Jemand, der Durst hat, sucht auch im Juli Schnee

Jemand, der Durst hat, sucht auch im Juli Schnee

Ein Buch entstanden aus der Gruppen-Arbeit

Jemand, der Durst hat, sucht auch im Juli Schnee (Buch)
Jemand, der Durst hat, sucht auch im Juli Schnee (Buch)

 

Rumi, wie Sie ihn noch nicht gelesen haben.
Nicht für alle.
Aber für alle mit Sinn für Transzendenz.
Und bestimmt für alle, die Mevlana lieben.

Inhalt

Die Begegnung mit dem wandernden Derwisch Shems-i Tebrizi wirkte sich sehr stark auf Rumis Leben aus. Zwischen den beiden entstand eine tiefe Freundschaft, die ganz im Zeichen mystischer Liebe stand. Die innige Verbindung löste jedoch auch viel Ärger und Eifersucht in Rumis Umfeld aus, sodass Shems sich schliesslich gezwungen sah, die Stadt zu verlassen. Ob dem Trennungsschmerz wurde Rumi zum Poeten seiner Sehnsucht, der versuchte, seine Erfahrungen höchsten Entzückens wie tiefster Verzweiflung in immer neue Verse zu fassen.
(Text Buch-Rückseite)

 

Impressum

Herausgeberinnen:

Birgit Kunz, Tülin Özgür
Eigenverlag
Zürich, Dezember 2017
Gestaltung: Bernd Konrad, Bern
Druck: deVega Medium GmbH, Augsburg
ISBN 978-3-033-06542-0

 

Zu beziehen bei

Buchhandlung Beer, 044 211 27 05, St. Peterhofstatt 10, 8001 Zürich,
buchhandlung@buch-beer.ch
Buchhandlung medieval, 044 252 47 20, Spiegelgasse 29, 8001 Zürich,
medieval@sunrise.ch
Magic of Spirit,044 261 71 75, Brunngasse 4, 8001 Zürich,
info@esoterikladen.ch
Buchhandlung Calligramme,044 252 95 83, Häringstrasse 4, 8001 Zürich,
calligramme.zuerich@edi.begasoft.ch

Ladenpreis: Fr. 28.-
Das Buch ist auch direkt bei den Herausgeberinnen zu beziehen.

Zur Entstehung

Monatsgedichte 2006-2016

Im Verlauf der Jahre 2006 bis 2016 wurde anlässlich wöchentlichen Gruppe-Treffen immer am ersten Donnerstag des Monats ein Gedicht unseres Pir, Hz. Mevlana, der Gruppe vorgelegt und vom Scheich, Peter Hüseyin Cunz, besprochen. So entstand eine ansehnliche Sammlung an Gedichten aus dem Divan-i Kebir.

Auftrag Gruppe

Mit der Zeit wurde von Seiten der Gruppe vermehrt der Wunsch geäussert, die beliebten Gedichte in einem Gedichtband zu publizieren und so einem erweiterten Publikum zugänglich zu machen. Tülin Özgür und Birgit Kunz, die seit Jahren in Teamarbeit mit der Übertragung der Gedichte aus dem Türkischen beauftragt waren, nahmen sich des Projekts an. Zunächst musste die ansehnliche Gedichte-Sammlung vom Umfang her angepasst werden. Darauf folgten mehrere Schlaufen der akribischen sprachlichen Überarbeitung, um dem Inhalt der Gedichte möglichst gerecht zu werden.

Rezension

So wie der tanzende Derwisch mit seiner erhobenen rechten Hand himmlische Gnade empfängt, um sie mit seiner gesenkten linken der Welt weiter zu geben, so verschenkt Rumi seine Poesie an menschliche Herzen, auf dass sie göttliche Musiktöne erlauschen und den Dufthauch der Gottesliebe erspüren. Meist fließen seine Liebesgedichte, sehnsuchtsvollen Träumereien, religiösen Visionen  und Gebete in einander. Der Klang der sich bisweilen wiederholenden Wörter oder Sätze wirkt fast wie eine Aufforderung zum Tanz. In der bunten Bilderwelt von Rumis Lyrik manifestiert sich seine scheinbar grenzenlose Fantasie, die überall Spuren göttlichen Wirkens findet. Durch die wunderbaren Übertragungen von Birgit Kunz und Tülin Özgür kann man sich in dem im Dezember 2017 in Zürich erschienenen, ästhetischen Gedichtband „Jemand, der Durst hat, sucht auch im Juli Schnee“, Gedichte aus dem Divan-i-Kebir, selbst davon überzeugen lassen, wie unverändert lebendig und frisch die Sprache von Rumis Gedichten über die Jahrhunderte geblieben ist.

Felizitas von Schönborn, Autorin Diogenes

Link

Lesung einzelner Gedichte von Peter Hüseyin Cunz (in Bearbeitung)

Kontakt

Tülin Özgür, 079 963 14 84, Bachtelstrasse 43, 8810 Horgen, tulin.mevlana@gmail.com
Birgit Kunz, 079 254 85 61, Bettenstrasse 66, 8400 Winterthur, birgitku@gmx.ch

 

 

Mevlana und das Fasten (Hayat Nur Artıran, August 2005)

Halte dich am Seil des Erbarmens fest, das während des Ramadan herabgesandt wird, und befreie dich aus dem Gefängnis, aus dem Grab deines Körpers!

Was ist das Fasten? Fasten ist eine göttliche Einladung des Himmels zum verborgenen und unsichtbaren Essen. Nimm dieses Fasten wie einen Korb in die Hand und bettle auf dem Weg Gottes, damit Gott dir deinen Lebensunterhalt schenkt. Das Wasser des Lebens macht die Unglücklichen, deren Herzen brennen, glücklich. Dieses Fasten ist wie ein Krug, gib darauf Acht, ihn nicht zu zerbrechen!

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Die Geschichte der Mevlevi

(Mit Hilfe unserer Partner in Deutschland)

 

Mevlana Celaleddin Rumi, der die verschiedenen Stufen der Erkenntnis und der Liebe während der Zeitabschnitte, die mit der Bezeichnung „vor Shams“ und „nach Shams“ bekannt geworden sind, überschritten hatte, hinterließ ein großartiges Erbe aus Prosa und Lyrik, das die mystischen Geheimnisse ekstatischer Momente der göttlichen Verzückung enthüllt, allem voran sein Meisterwerk, das Mathnawi (auch Mesnevi), einem viel bestaunten Handbuch für das menschliche Dasein. Unabhängig von seinem Werk führte er – was vielleicht noch wichtiger ist – ein vom Islam bestimmtes Leben, verdeutlicht durch seinen eigenen Leitspruch „ein Diener des Qur’an und Staub auf dem Weg des Propheten“, zu sein, ein Paradigma, das von allen Muslimen nachgeahmt werden sollte.

Waren nun all diese Lehren, die einmal eilig, ein andermal ausführlich vermittelt und durch kluge Gleichnisse für jeden Zuhörerleicht verständlich gemacht wurden, dazu bestimmt, ihre Mission zu erfüllen, als Rumi seinen letzten Atemzug tat? Oder sollte dieser Gemütszustand, eingebettet in Liebe und Duldsamkeit, dazu bestimmt sein, schon nach wenigen Generationen in Vergessenheit zu geraten? Tatsächlich wies Rumi noch zu Lebzeiten mit dem folgenden Ausspruch auf diese Umstände hin: „Das Mathnawi wird nach unserer Zeit als Führer wirken und den Unschlüssigen den rechten Pfad weisen“. Rumi hinterließ ein gewaltiges Erbe, das keineswegs in Vergessenheit geriet, sondern im Gegenteil an Bedeutung zunahm und das darüber hinaus als einzigartige Auslegung des Qu’ans anerkannt wurde.

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Mevlanas Herkunft

(von Şefik Can Efendi)

Die Herkunft Mevlanas kann bis zu den Gefährten des Propheten – Friede sei mit ihm – zurückverfolgt werden. Sultan Weled, der Sohn Mevlanas, erwähnt seinen Grossvater Bahaüddin Weled in seinem Ibtidaname wie folgt (S. 187-188): „Unzählige Menschen schenkten ihm ihr Herz. Seine Herkunft geht zurück bis Abu Bakr. Er war von höchstem Ansehen.“

Mevlanas Vater hiess Hüseyin Hatibi, Sohn des Mohammed. Er war unter dem Beinamen Bahaüddin Weled bekannt, und man gab ihm den Ehrentitel Sultanü’l-ulema (Sultan der Gelehrten). In der Tat war Bahaüddin Weled nicht nur der Sultan der Gelehrten, er war ein Sultan der Menschheit, ein Sultan der Moral, ein Sultan des Mutes. Er war ein musterhafter, vortrefflicher Mensch. Neben seinem grossen Wissen besass er auch vollkommene mohammedanische Sitten und gute Charaktereigenschaften. Er half jedem, dem er konnte und hütete sich vor Bosheit. Er organisierte Versammlungen, um seine Umgebung auf ihre Ungläubigkeit und Narrheit aufmerksam zu machen. Er konnte sehr gut reden. Diejenigen, die ihm zuhörten, versanken in Liebe und Glauben.

 

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Geburtsdatum und Geburtsort Mevlanas

Die Auszüge sind dem Buch „Mevlana – Sein Leben, seine Persönlichkeit, seine Ansichten“ von Sefik Can entnommen. 

Mevlana Dschelaleddin Muhammed wurde am 30. September 1207 in der Stadt Balch geboren. Die Stadt Balch befindet sich heute am nördlichen Rand Afghanistans. Sie war damals, noch vor der Eroberung durch die Mongolen, ein Zentrum für Gelehrte. Die Stadt war durch ihre Moscheen, islamischen Hochschulen und Paläste berühmt. Dank der Kaufleute, die sich an diesem Knotenpunkt der Seidenstrasse trafen, war die Hauptstadt auch wirtschaftlich entwickelt.