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Trauerzug

(von Şefik Can Efendi)

Am Sonntag Morgen wurde sein Sarg herausgetragen. Die ganze Stadt Konya, Jung und Alt, waren am Trauerzug anwesend. Weil Mevlana, der grosse Heilige, jedem Gutes getan und Segen gewünscht hatte, weil er stets den Frieden geliebt hatte und sich sehr weitherzig gezeigt hatte, wurde er nicht nur von Muslimen, sondern auch von Juden und Christen in Tränen verabschiedet. Auf der Hauptstrasse war ein dichtes Gedränge von der Menschenmasse – und jeder wollte den Sarg berühren. So kam der Sarg erst am Abend an dem Ort der Beisetzung an, wo das Gebet für Mevlanas Seelenheil gesprochen werden sollte.

Mevlanas letzter Wille lautete, dass Sadreddin Konevi dieses Gebet verrichten solle. Doch als dieser sich anschickte zu beten, fing er zu weinen an und fiel ohnmächtig zu Boden. Als man ihn nach dem Grund seines Schluchzens fragte, sagte er: „Als ich mich vor den Sarg hinstellte, um das Gebet zu verrichten, sah ich Engel, die sich in einer Reihe vor dem Sarg aufgestellt hatten. Ihre Majestät und Schönheit aber habe ich nicht ertragen können“.

Nach dem Gebet wurde Mevlana neben dem Grab seines Vaters Sultanu’l-ulema und Selahaddin Zerkubi begraben. Die Stadt Konya erlebte einen traurigen Abend. Mevlanas weltliches Sein hatte sich von unseren Augen zurückgezogen, doch sein geistliches Sein blieb in den Herzen der Gläubigen zurück und wird immerfort dort bleiben. Er kannte diese Tatsache und hatte deshalb die Worte gesprochen: „Sucht nach unserem Tod unsere Gräber nicht auf dieser Erde. Unsere Grabstätten befinden sich in den Herzen der Gläubigen“.

Mevlanas heiliges Grab ist neben dem seines Vaters – doch der Sultan der Gelehrten und Gläubigen und der Sultan der Liebe leben in jedem Haus, inmitten jeder Gesellschaft und in jedem Herzen weiter, die sich ihrer erinnern. So hat sich Mevlana zwar vor den Augen versteckt, in den Herzen aber niedergelassen.

Mevlanas Grab
Mevlanas Grab
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Mevlanas Herkunft

(von Şefik Can Efendi)

Die Herkunft Mevlanas kann bis zu den Gefährten des Propheten – Friede sei mit ihm – zurückverfolgt werden. Sultan Weled, der Sohn Mevlanas, erwähnt seinen Grossvater Bahaüddin Weled in seinem Ibtidaname wie folgt (S. 187-188): „Unzählige Menschen schenkten ihm ihr Herz. Seine Herkunft geht zurück bis Abu Bakr. Er war von höchstem Ansehen.“

Mevlanas Vater hiess Hüseyin Hatibi, Sohn des Mohammed. Er war unter dem Beinamen Bahaüddin Weled bekannt, und man gab ihm den Ehrentitel Sultanü’l-ulema (Sultan der Gelehrten). In der Tat war Bahaüddin Weled nicht nur der Sultan der Gelehrten, er war ein Sultan der Menschheit, ein Sultan der Moral, ein Sultan des Mutes. Er war ein musterhafter, vortrefflicher Mensch. Neben seinem grossen Wissen besass er auch vollkommene mohammedanische Sitten und gute Charaktereigenschaften. Er half jedem, dem er konnte und hütete sich vor Bosheit. Er organisierte Versammlungen, um seine Umgebung auf ihre Ungläubigkeit und Narrheit aufmerksam zu machen. Er konnte sehr gut reden. Diejenigen, die ihm zuhörten, versanken in Liebe und Glauben.

 

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Geburtsdatum und Geburtsort Mevlanas

Die Auszüge sind dem Buch „Mevlana – Sein Leben, seine Persönlichkeit, seine Ansichten“ von Sefik Can entnommen. 

Mevlana Dschelaleddin Muhammed wurde am 30. September 1207 in der Stadt Balch geboren. Die Stadt Balch befindet sich heute am nördlichen Rand Afghanistans. Sie war damals, noch vor der Eroberung durch die Mongolen, ein Zentrum für Gelehrte. Die Stadt war durch ihre Moscheen, islamischen Hochschulen und Paläste berühmt. Dank der Kaufleute, die sich an diesem Knotenpunkt der Seidenstrasse trafen, war die Hauptstadt auch wirtschaftlich entwickelt.

Decke Ibn Batutta Mall

Wöchentliche Begegnung

Wir treffen uns zur wöchentlichen Begegnung jeweils Donnerstags:

 

The Inner Space – Gesundheitszentrum Schlieren – http://www.theinnerspace.ch/

Grabenstr. 1
5. Stock
8952 Schlieren

 

Türöffnung: 19:50 Uhr
Dhikr:  20:00 Uhr, anschliessend Mesnevi-Studium
Ende: 21:20 Uhr

 

Im Monat Ramadan unterscheidet sich das Programm.
Bitte erkundigen Sie sich vorher, sollten Sie uns im Monat Ramadan besuchen wollen.