Unser Tod ist eine ewige Hochzeit.

Unser Tod ist eine ewige Hochzeit.

 Unser Tod ist eine ewige Hochzeit. Was ist sein Geheimnis? „Es gibt nur einen Gott“.

Das Sonnenlicht welches durch die Fenster der Häuser hineinscheint, ins jede Haus durch verschiedene Fenster hineinstrahlt, sieht es aus, wie wenn es voneinander getrennt wäre. Doch wenn alle Fenster der Häuser geschlossen werden, wird diese Trennung und die Zahl aufgehoben.

Die einzelnen Trauben können an einem Traubenbündel gezählt werden. Doch wenn der Bündel gepresst wird, gibt es keine Zahl beim Traubenmost die daraus entsteht.

Im Grunde genommen ist der Tod für die Seele, die durch Gottes Licht lebendig ist, eine Hilfe zur Rettung vom Körpergefängnis.

Sage der Person, der gestorben ist nicht, er war schlecht, sage auch nicht er war gut, denn sie sind von Gutem und Schlechtem befreit.

Brauche dein Auge für den Weg Gottes, sieh nicht alle schlecht, und das was du siehst, sage nicht, sage nicht, damit dir ein anderes Auge, eine andere Sicht gegeben wird.

Dieses Auge, welches dir gegeben wird, weil du nichts Schlechtes an den anderen siehst, ist das Auge der Augen. Ihm bleibt kein Geheimnis verborgen.

Ein Auge, das mit Gotteslicht schaut, sieht alles klar.

Obschon alle Lichter, Gottes Licht ist, sag du nicht allen samt Gotteslicht.

Das ewige, das unendliche Licht, ist Gotteslicht. Das sterbliche, das vergängliche Licht, ist die Eigenschaft des Körpers, des Leibes.

Oh mein Gott, ‚das Augenvogel‘ schwingt seine Flügel in Deinem Himmel der Liebe, weil er Deine Grade, Deine Huld gesehen hat.

Er ist im Jenseits, hoch über den Himmel der Himmel und sucht nach Dir.

Gib ihm wenigstens ein Auge von Deiner Schönheit. Oder schicke ihn nicht fort, wegen seiner Wagemut und seinem Fehler, von Deiner Tür.

Lass Du das Auge der Seele immer weinen, schütze ihn, mein Gott, vor den Fallen der vergänglichen Schönheiten!

Er hat im Traum Dank Dir ein Wachsein gesehen. Dieser Traum ist wirklich ein Traum der Reife, eine Sicht, den rechten Weg gefunden zu haben.

 

Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band I, Gedicht Nr. 327
Firuzanfer, Band II, Gedicht Nr. 833
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can

 

 

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