Wenn du ablässt, den Weg zu begehen, dann beginnt deine Seele, den Weg zu begehen.

 

Wenn du ablässt, den Weg zu begehen, dann beginnt deine Seele, den Weg zu begehen.

Dann kommen dir von Seiner Seele Gnaden.

     

  • Es gibt einen Geist, ruh, der zeichenlos ist und dessen Spur unbekannt ist. Hinter seine Spur sind wir her und haben uns in seine Werke versunken. Er ist ein Geist ohne Ort. Doch jeder einzelne von uns ist von Kopf bis Fuss sein Ort geworden.

 

  • Wenn du ihn finden willst, dann suche ihn für einen Augenblick nicht! Wenn du über ihn Bescheid wissen möchtest, dann wisse über ihn für einen Augenblick nicht Bescheid!

 

  • Wenn du ihn im Verborgenen suchst, dann bist du von seiner Offensichtigkeit weit entfernt. Du hast keine Ahnung, dass er offensichtlich gesehen werden kann. Wenn du ihn jedoch offensichtlich suchst, dann wirst du diesmal seine Verborgenheit nicht sehen und wirst hinter dem Vorhang bleiben.

 

  • Wenn du einen eindeutigen Beweis erlangt hast und dich vom offensichtlichen und verborgenen Suchen befreit hast, dann streck deine Füsse und schlafe in Sicherheit!

 

  • Wenn du ablässt, den Weg zu begehen, dann beginnt deine Seele, den Weg zu begehen. Und dann wirst du von  Seiner Seele, von Seinem Geist, Gnaden empfangen – und was für Gnaden! 

 

  • Oh heiliges Wesen, das meine Seele gefangen hält, wie lange wirst du die Zügel kurzhalten? Reite dein Pferd in seine Welt, bring mich zu ihm!

 

  • Wisse um die Blindheit deines Körpers und tritt mit deinen Füssen fest auf, ohne in Ehrgeiz zu verfallen! Denn der Körper kann seines Ehrgeizes wegen kein Übersetzer für ihn sein. 

 

  • Wie lange wirst du wie die unkultivierten und einfachen Menschen hinter zwei Bissen Brot her rennen? Wie lange wirst du noch Schläge von seinem Schwert einstecken?

     

Hz. Mevlana, Divan-i Kebir 

Band II, Gedicht Nr. 590 

Firuzanfer, Band III, Gedicht Nr. 1266

Übersetzung ins Türkische von Şefik Can

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