Verschenk dein Herz an nichts und niemanden auf dieser Welt, ausser an die Liebe!

 

  • Für die Seele, die nicht in die wahre Liebe verliebt ist und sich diese Liebe nicht zu Eigen gemacht hat, ist es besser, wenn sie entschwindet. Denn ihre Existenz ist nichts als Scham und Schande.
  • Sei trunken von der wahren Liebe! Verlier dich! Denn alles, was auf dieser Welt existiert, ist Liebe. Für den Freund gibt es nichts, mit dem sich zu beschäftigen würdiger wäre als die Liebe.
  • Wenn sie dich fragen, was denn Liebe sei, dann sag: „Die Liebe ist, vom Wunsch, etwas zu unternehmen oder etwas zu unterlassen, abzusehen, dem eigenen Willen zu entsagen. Der Mensch, der nicht ablässt vom freien Willen, ist nicht nützlich, er ist kein guter Mensch.“
  • Nur die Liebe wird ewig unsterblich bleiben. Schenk niemandem sonst dein Herz, denn alles ist behelfsmässig.
  • Wie lange wirst du noch den vergänglichen, den als tot geltenden Geliebten umarmen? Umarme eine Seele, die kein Ende hat.
  • Was im Frühling geboren wird, stirbt im Herbst. Dem Rosengarten der Liebe ist der Frühling keine Hilfe. Wie könnten die Blumen der Liebe die Hilfe des Frühlings benötigen?
  • Hör auf, ständig auf dem Körperpferd zu zittern! Steig ab! Geh zu Fuss! Geh, das heisst, befreie dich von den Wünschen des Körpers! Denen, die nicht auf das Körperpferd steigen, wird Gott geistige Flügel schenken.
  • Mach dich nicht müde mit Gedanken über die Welt und die materiellen Wünsche! Dein Herz soll rein wie ein Spiegel sein, auf dem sich keine vergänglichen Abbilder eines Geliebten wiederspiegeln.
Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 1, Gedicht Nr. 210
Firuzanfer, Band 1, Gedicht Nr. 455
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can
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