Du bist fremd auf dieser Welt, sehr fremd. Sag woher stammst du?

  • Oh verständnisvoller, lieber Gelehrter! Oh vollkommener Mensch! Du kannst uns nicht sofort verlassen und gehen. Heute gehörst du bis zum Abend uns, uns!
  • Bis heute Abend die Dunkelheit einbricht, sind wir am geistigen Tisch. Wir sind betrunken, wir sind glücklich, wir sind voller Freude. Oh in Gott Verliebte mit reinen Herzen! Oh Freunde! Kommt zum Tisch, kommt!
  • Oh Seele der Seelen eines jeden Sema! Dein Gesicht ist so schön wie der Mond, du bist so schön, Mondgesicht!
  • Das Leben ist untreu; es vergeht ständig. Auch du bist ein Leben – doch nicht ein Leben, das uns verlässt, ein untreues Leben. Du bist ein treues Leben, ein treues Leben!
  • Du bist fremd auf dieser Welt, sehr fremd, sehr sehr fremd! Sag woher stammst du? Woher, woher?
  • Mit wem bist du zusammen? Wer ist dein nahestehenster Freund? Ich habe es verstanden, verstanden. Du bist mit Gott zusammen, mit Gott zusammen, mit Gott!
  • Oh die schönste Zeichnung, die der grösste und einzigartigste Maler je gemacht hat, oh auserwählte Zeichnung! Wie kannst du von dem, der dich gezeichnet hat, getrennt sein, wie kannst du, wie!
  • Ich habe es verstanden, verstanden. Du bist jedem fremd. Du kannst dich mit niemandem anfreunden. Nur mit dem Kummer, den Er dir gegeben hat, bist du Freund, nur mit den Sorgen, die Er dir gegeben hat, bist du Freund! Nur mit Seinem Kummer, Freund, nur mit Seinem Kummer!


Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 1, Gedicht Nr. 114
Firuzanfer, Band 1, 170
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can

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