Der duftende Frühlingswind kommt, liebkost mein Gesicht, meine Augen und meine Haare.

  • Wenn mein Geliebter durch die Tür kommen, mich umarmen und an sein Herz drücken würde, oh Gott, wie schön wäre das nur, wie schön!
  • Ich bin benommen durch seine zwei Augen, die wie betrunkene Narzissen sind. Wenn sie Wein offerieren und meine Benommenheit beheben würden, oh Gott, wie schön wäre das nur, wie schön!
  • Wenn die gequälte Seele, die viel Unannehmlichkeiten, Unglückseligkeiten und Schmerzen erlitten hat, die viele Tränen vergossen hat, sich aufrichtig und sehnsüchtig Gott widmen und sagen würde „Ich habe niemanden ausser Dir“, oh Gott, wie schön wäre das nur, wie schön.
  • Wenn die Nacht der Vereinigung kommt, wird meine Nacht zum Tag. Dann werde ich aufhören die Nächte und die Tage zu zählen, oh Gott, wie schön wäre das nur, wie schön!
  • Durch die Vereinigung mit meinem Geliebten, dessen Gesicht wie die Rose ist, werde ich mich wie die Rose öffnen und gehen lassen. Der duftende Frühlingswind wird eilends kommen, mein Gesicht, meine Augen und meine Haare liebkosen. Oh Gott, wie schön wäre das nur, wie schön!
  • Trunken und verfallen mich verlieren, auf alles verzichten, was ich säen und ernten wollte, oh Gott wie schön wäre das nur, wie schön!

 

Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band I, Gedicht Nr. 61
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can