Als der Maler des Körpers zu den Schönheiten des Herzens kam und ihre Schönheit sah, blieb sein Mund offen!

  • Oh silberkörperne Schönheit! Küsse dich selbst; irre dich nicht, indem du dich in der Stadt Horan suchst, welche durch ihre Schönheiten berühmt ist!
  • Sogar wenn du einen Silberkörpernen, wie du es selbst bist, umarmst und du einen Herzenskuss bekommen solltest, küsse auch dann du deinen eigenen Mund!
  • Was die Huris auch machen, machen sie für dich, wegen deiner Schönheit! Jede Schönheit des Mannes, jede Schönheit der Frau, ist deiner Schönheit wegen – ist wegen der Reflexion über deine  Schönheit!
  • Oh Geliebter mit dem schönen Kinn!  Was deine Schönheit verbirgt, sind deine eigenen Haare. Sonst hätte das Licht deines schönen Gesichtes diese Welt längst beleuchtet!
  • Als der Maler des Körpers zu den Schönheiten des Herzens kam und ihre Schönheit sah, brach seine Hand, sein Herz wurde traurig, sein Mund blieb offen!
  • Dieser Körperkäfig, reich an Formen und mit Stickereien geschmückt, ist ein Schleier des Herzensvogels. Du hast dich durch die Formen und Stickereien des Käfigs verführen lassen und das Herz nicht gesehen!
  • Das Herz hat den Schleier von Hz. Adams Erde so aufgerissen, dass die Engel wegen dieser Schönheit und Pracht hingerissen waren: sie haben es nicht ausgehalten und haben sich sofort ins Gebet zu Boden geworfen.

 

Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 3, Gedicht Nr. 997
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can