Auch wenn er alle Türen verschliesst, am Ende eröffnet er einen verborgenen Weg, über den niemand Bescheid weiss

  • Um Gottes Willen, auch wenn der Geliebte dich fortjagt, sei nicht hoffnungslos! Glaubst du, wenn er dich heute fortjagt, wird er dich morgen nicht wieder zurückrufen?
  • Auch wenn er dir die Tür vor dem Gesicht zuschlägt, geh nicht weg, warte vor der Tür! Wenn du geduldig bist, nimmt er dich auf und gibt dir den Ehrenplatz.
  • Auch wenn er alle Türen und Durchgänge verschliesst, am Ende eröffnet er dir einen verborgenen Weg, über den niemand Bescheid weiss.
  • Siehst du es nicht? Der Metzger schneidet den Kopf des Schafes ab, das geschlachtete Schaf jedoch lässt er nicht liegen, sondern nimmt es und schleppt es in seinen Laden.
  • Weil das Schaf keinen Atem mehr hat, blässt er es mit seinem eigenen Atem auf. Nun bedenke also, wohin der behütende Atem Gottes dich wohl führen und tragen kann.
  • Ich gebe dies nur als ein Beispiel, denn seine Gnade tötet niemanden. Im Gegenteil, er rettet vor dem Tod und vor dem Getötet-Werden.
  • Er schenkt den ganzen Reichtum Salomos einer einzigen Ameise. Er gibt beide Welten her, bricht und verletzt kein einziges Herz.
  • Mein Herz kreiste drehend um die Welt. Es fand nicht seinesgleichen. Wem gleicht er? Wem gleicht er? Wem gleicht er?
  • Sei du nun still! Gib allen von diesem ruhigen, stillen Wein zu kosten, lass sie ihn schmecken.

 

Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 1, Gedicht Nr. 379
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can

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